In der sich rasant entwickelnden Druckindustrie von heute haben sich Flexodruckmaschinen längst als Kernausrüstung für die Verpackungs- und Etikettenproduktion etabliert. Angesichts des Kostendrucks, der steigenden Nachfrage nach Individualisierung und der globalen Nachhaltigkeitsbewegung können traditionelle Fertigungsmodelle jedoch nicht mehr mithalten. Ein zweifacher Wandel – mit Fokus auf intelligente Technologie und ökologische Nachhaltigkeit – prägt die gesamte Branche und führt sie in eine neue Ära, die von Effizienz, Präzision und umweltfreundlichen Prinzipien bestimmt wird.
I. Intelligente Technologie: Bau von „denkenden“ Flexodruckmaschinen
Durch den Einsatz intelligenter Technologie haben sich die Flexodruckmaschinen von einfachen, hochpräzisen mechanischen Werkzeugen in intelligente Systeme verwandelt – Systeme, die erkennen können, was passiert, Daten analysieren und sich selbstständig anpassen können, ohne dass ständig menschliches Eingreifen erforderlich ist.
1. Datengesteuerte Regelung
Moderne CI-Flexodruckmaschinen sind mit Hunderten von Sensoren ausgestattet. Diese Sensoren erfassen in Echtzeit wichtige Betriebskennzahlen wie Bahnspannung, Passergenauigkeit, Farbschichtdichte und Maschinentemperatur. Alle Daten werden an ein zentrales Steuerungssystem gesendet, in dem ein digitaler Zwilling des gesamten Produktionsablaufs erstellt wird. Dort analysieren KI-Algorithmen diese Informationen in Echtzeit und optimieren die Einstellungen in Millisekunden. So erreicht die Flexodruckmaschine eine vollständig geschlossene Regelung vom Abwickeln bis zum Aufwickeln.
2. Vorausschauende Wartung und Fernwartung
Das alte Modell der „reaktiven Instandhaltung“ – bei dem Probleme erst nach ihrem Auftreten behoben werden – gehört zunehmend der Vergangenheit an. Das System überwacht kontinuierlich den Betriebszustand wichtiger Komponenten wie Motoren und Lager, prognostiziert potenzielle Ausfälle im Voraus, plant vorbeugende Wartungsarbeiten und vermeidet Verluste durch ungeplante Stillstandszeiten.
3. Automatisierte Jobwechsel für kurzfristige Bedarfe
Um der steigenden Nachfrage nach Kleinauflagen gerecht zu werden, verfügen moderne Flexodruckmaschinen über eine deutlich verbesserte Automatisierung. Sobald ein Manufacturing Execution System (MES) einen Befehl sendet, führt die Druckmaschine automatisch verschiedene Arbeitsschritte aus – beispielsweise den Austausch der Rasterwalzen, den Farbwechsel sowie die Anpassung von Passer- und Druckparametern. Die Rüstzeiten wurden von Stunden auf Minuten reduziert, wodurch selbst die Individualisierung einzelner Exemplare möglich wird und gleichzeitig der Materialverbrauch drastisch gesenkt wird.
II. Umweltverträglichkeit: Das „grüne Engagement“ der Flexodruckerei
Angesichts der globalen Klimaziele ist Umweltschutz für Druckereien nicht mehr optional, sondern unerlässlich. Zentraldruck-Flexodruckmaschinen boten bereits umweltfreundliche Vorteile, und nun rüsten sie mit modernster Technologie auf, um ihre Umweltbemühungen weiter zu verstärken.
1. Verwendung umweltfreundlicher Materialien zur Reduzierung der Umweltverschmutzung von Anfang an
Immer mehr Druckereien setzen heutzutage auf wasserbasierte und migrationsarme UV-Tinten. Diese Tinten enthalten sehr wenige oder gar keine VOCs (flüchtige organische Verbindungen), wodurch schädliche Emissionen direkt an der Quelle reduziert werden.
Bei den Bedruckstoffen (den Materialien, auf die gedruckt wird) werden nachhaltige Alternativen ebenfalls immer häufiger eingesetzt – beispielsweise FSC/PEFC-zertifiziertes Papier (aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern) und biologisch abbaubare Folien. Hinzu kommt, dass die Druckmaschinen selbst weniger Material verbrauchen: Ihre präzise Farbdosierung und effizienten Reinigungssysteme sorgen dafür, dass weder Farbe noch Verbrauchsmaterialien verschwendet werden.
2. Einsatz energiesparender Technologien zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks
Neuere energiesparende Technologien – wie Wärmepumpentrocknung und UV-LED-Härtung – haben die alten Infrarottrockner und Quecksilberdampflampen ersetzt, die früher so viel Energie verbrauchten.
Nehmen wir beispielsweise UV-LED-Systeme: Sie schalten sich nicht nur sofort ein und aus (keine Wartezeit), sondern verbrauchen auch weniger Strom und haben eine deutlich längere Lebensdauer als die alten Geräte. Hinzu kommen Wärmerückgewinnungsanlagen: Diese fangen die Abwärme der Flexodruckmaschine auf und nutzen sie wieder. Das reduziert nicht nur den Energieverbrauch weiter, sondern senkt auch direkt die CO₂-Emissionen des gesamten Produktionsprozesses.
3. Abfall- und Emissionsreduzierung zur Einhaltung von Umweltstandards
Geschlossene Lösungsmittelkreislaufsysteme reinigen und wiederverwenden Reinigungsmittel und bringen Fabriken dem Ziel der „abwasserfreien Produktion“ näher. Zentralisierte Tintenversorgung und automatische Reinigungsfunktionen reduzieren den Verbrauch von Tinten und Chemikalien. Selbst bei geringen Restemissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) gewährleisten hocheffiziente regenerative thermische Oxidationsanlagen (RTOs), dass die Emissionen die strengen Umweltstandards vollständig erfüllen.
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III. Intelligenz und Nachhaltigkeit: Eine gegenseitige Stärkung
Intelligente Technologie und ökologische Nachhaltigkeit verstärken sich gegenseitig – intelligente Technologie dient als „Katalysator“ für eine bessere Umweltleistung.
So kann KI beispielsweise Trocknerparameter dynamisch anhand von Produktionsdaten in Echtzeit optimieren und so ein optimales Gleichgewicht zwischen Druckqualität und Energieverbrauch erzielen. Darüber hinaus erfasst das intelligente System Materialverbrauch und CO₂-Emissionen für jede Produktionscharge und generiert so nachvollziehbare Daten über den gesamten Lebenszyklus – genau das, was Marken und Verbraucher nach ökologischer Transparenz benötigen.
Abschluss
Angetrieben von den beiden Schlüsselfaktoren intelligente Technologie und ökologische Nachhaltigkeit, führen moderne Zentraldruck-Flexodruckmaschinen die Druckindustrie ins Zeitalter von Industrie 4.0. Diese Transformation steigert nicht nur die Produktionseffizienz, sondern stärkt auch die ökologische Verantwortung von Unternehmen. Für Firmen bedeutet die Anpassung an diesen Wandel, sich spürbare Wettbewerbsvorteile zu sichern und gleichzeitig zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen. Die Zukunft ist da: intelligent, effizient und umweltfreundlich – das ist die neue Richtung der Druckindustrie.
Veröffentlichungsdatum: 08.10.2025
